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Dieser Beitrag ist vor 20 Jahren entstanden. Gesetzliche Regelungen und Rechtsprechung können sich seitdem geändert haben.

Mobbing? / Arbeitsabläufe - was kann der BR unternehmen?

U
Uli
Jan 2018 bearbeitet

Hallo zusammen! Habe ein Problem mit meiner Vorgesetzen und deren Stellv. Ich arbeite in einem psychiatrischem Pflegeheim im Nachtdienst. Die Vorgesetzte spricht mit dem Nachtdienst (also auch mit meiner Kollegin) nicht persönlich. Man hört über den Tagdienst Unterstellungen zur eigenen Person, sowie dass man bestimmte arbeiten nicht erledigen will!! Letztes Bspl: Es wurde uns per internen Postweg ein Nachtwachenprofil zugesandt. Dies soll auch für die Tagschichten folgen. Wir erhielten diesen gültig ab 17.10. Es ist im Betrieb bekannt dass auch für die anderen Stationen und Schichten Profile im Rahmen der Umstrukturierung folgen sollen. Ich habe danach letzte Woche gearbeitet. Am WE wurde ich von einer Kollegin zur einer Tätigkeit befragt bzw ob ich diese erledigt habe. Ich habe diese Tätigkeit falsch verstanden und nicht ausgeführt. Dies erklärte ich auch der Kollegin. Diese sagte verstanden zu haben dass jemand aus dem "Team" sagte dass wir diese Tätigkeit nicht ausführen wollen!! Die Stellv. war bei den Übergaben in der Woche dabei und machte mich auf mein "Fehlverhalten" nicht aufmerksam. Stattdessen wurde eine Beschwerde über mich und meine Kollegin per Intranet am Freitag an die PDL geschickt. Dies war aus 1 1/2 Sätzen im PC erkennbar-> Die Stellv. vergass auch den Rest zu löschen. Die Problematik zw. WBL und einigen Kollegen wurde im September auch der PDL geschildert. Diese war zum teil "entsetzt" und äußerte das sie aber weder für die eine noch für die andere "Seite" Stellung beziehen wird. Im Oktober äußerte sie dass sie ja wüßte dass wir mit den NW unglücklich sind. Ich bin im BR und wenn ich versuche die Sache objektiv zu sehen, erkenne ich dass Spät und Frühdienst miteinander verstritten sind und einige Privatkriege stattfinden. Leider weiß ich nicht wie dieses Problem gelöst werden soll. Da die Kollegen die es wie ich sehen sich nicht trauen es laut auszusprechen aus angst um ihren Arbeitsplatz und aus angst genauso behandelt zu werden wie der ND. Im übrigen wurden die Arbeitsabläufe nicht mit dem BR abgestimmt, bzw vorher vorgelegt. Muß dies nicht auch geschehen?

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Community-Antworten (1)

P
Paul

03.11.2005 um 22:27 Uhr

Hallo Uli, Probleme die nicht angesprochen werden können, weil man Angst vor Repressalien hat, werden nach und nach immer größer und größer. Versucht mal ein Gespräch zwischen den beiden Parteien herbeizuführen mit einem "neutralen" Moderator. In diesem Gespräch einfach nur mal schildern, wie`s Euch geht und wo ihr die Probleme seht ( ohne der anderen Seite Vorwürfe zu machen. Das ist nicht ganz einfach, aber äußerst wirkungsvoll) und auf jeden Fall auch Lösungsvorschläge parat haben.

Wenn du als BR selbst involviert bist, solltest Du auch in dem Gespräch deutlich machen, dass du darin als Kollege und nicht als Betriebsrat sprichst. Man wird dir sonst vorwerfen, deine Stellung im Betriebsrat auszunutzen ( ist mir auch schon passiert). 2. das Betriebsratsgremium von deiner Vorgehensweise informieren, aber zunächst mal um " Stillschweigen und Abwarten" bitten.

Sollte das Gespräch, wider Erwarten trotz neutralem Moderator, und keinen Vorwürfen von Eurer Seite, eskalieren 3. offizielle Beschwerde beim Betriebsrat und diesen auf jeden Fall um Klärung bitten.

Klingt ganz einfach,- ist es aber nicht. Weiß ich! Nur aus Erfahrung weiß ich auch, wenn ihr still haltet und da tatsächlich Privatkriege ausgetragen werden, die andere Seite sieht " mit denen kann mans ja machen" wird das zum Volkssport Nr.1. Ich wünsch Dir viel Erfolg, Mut und immer nen kühlen Kopf.

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