VW-sollte man mit einer vernünftigen Darstellg. der BR-arbeit an die Medien herantreten?
Hallo Mitstreiter,
wenn ich höre das sich Betriebsräte kaufen lassen, dann dreht sich mir der Magen um.
Ich weiß nicht wie Ihr das seht aber ich denke dass durch eine derartige Publicity der Ruf aller BRs fürchterlich leidet. Man macht und tut, kriegt von beiden Seiten in die Schnautze!!(SORRY) Wie sollen wir (sauber arbeitenden BRs) mit einer so gelagerten Stuation umgehen?
Denkt Ihr das man mit einer vernünftigen Darstellung der "ordentlichen Betriebsratsarbeit" an die Medien herantreten sollte?
Einfach nichts tun?
Oder Was?
Mir geht diese Sache fürchterlich aufs Gemüt!
Ich hoffe das sich hier eine rege Beteiligung an dieser Diskusion ergibt.
Vielleicht eröffnet sich eine Möglichkeit das "WIR" gemeinsam etwas zu unternehmen.
Oder sehe ich die Sache eventuell falsch?
Ich bitte Euch um Stellungnahme.
Community-Antworten (8)
08.07.2005 um 11:26 Uhr
Ich sehe das Problem in der Art und Weise der Darstellung in einem Teil unserer Medien. Diesmal hat es eben die Zumpft der BR's getroffen. Wie gesagt, es geht mir um die Art der Berichterstattung, die den Eindruck vermittelt, so etwas sei überall gang und gebe.
Ob an den Sachen was dran ist, wird sich zeigen. Ich selbst bin überzeugt davon, dass die überwiegende Mehrheit aller Betriebsräte sich nicht "kaufen" läßt. Die Frage ist aber - ab wann kann man von "gekauft" sprechen. Hier und da kleine Vergünstigungen - das hört man leider öfter mal. Es gibt eben schwarze Schafe - leider - überall.
08.07.2005 um 12:34 Uhr
Hallo, Ich habe nicht gesagt das die Behauptungen fundiert sind! Ich wählte den Titel weil dieser Name durch die Medien geht. In keinster Weise wollte ich jemanden kompromitieren, geschweige denn eine Schuldzuweisung tätigen. Meine Gedanken und Sorgen mache ich mir nur über den Leumund des BR`s an und für Sich, der durch ein solches Medienspektakel in den Schmutz gezogen wird. Sollte mein Beitrag so (falsch) rübergekommen sein, möchte ich das hiermit klarstellen.
08.07.2005 um 16:26 Uhr
Hallo Werner
ich seh das genau so wie du. Da strampelt man sich ab, lässt sich beleidigen,mobben, und diskriminieren nur weil man im Betriebsrat ist, und dann redet jeder nur darüber dass sich Betriebsräte kaufen lassen.
Was die Mehrheit der Betriebsräte über sich ergehen lassen muss nur weil er für die Mitarbreiter da ist das wird nicht erwähnt. Ich bin mir nicht mal sicher ob das überhaupt jemand weiß was so abgeht in den Betrieben gegen den Betriebsrat.
Falls das stimmt was diesem BR vorgeworfen wird, dann ist das eine Schweinerei ohne Ende und ich bin dafür dass diese Leute hart bestraft werden. Aber wir wollen nicht verurteilen bevor nicht bewiesen ist.
Gruß Biggy
08.07.2005 um 21:09 Uhr
Soetwas ist schon immer dagewesen Man schaue doch richtung MCdoof Vorsitzende sind meistens Jurastudenten die die am meisten Krach machen die bekamen in der Vergangenheit den Größten Koffer
09.07.2005 um 01:22 Uhr
Hallo Werner! Ich denke, jeder geschäftsführende BR kann nachvollziehen, was du undBiggy bereits beschrieben habt: Es vergeht kaum ein Tag, an dem man nicht aufgrund seiner Mitgliedschaft mit Schwierigkeiten und Unverständnis konfrontiert wird. Ich bin erst seit letztem Jahr im BR eines Altenpflegeheims und was dort bisher seitens des Arbeitgebers gegen uns gestartet wurde ist unvorstellbar, leider haben sich auch viele Kollegen gegen uns gestellt. Kaum ein Monat vergingbisher, ohne vom AG eingeleitete Beschlussverfahren gegen uns, sei es basierend auf die Betriesverfassung oder hanebüchende Kündigungsabsichten gegen einzelne Mitglieder. Ich bin im Verhältnis noch relativ jung und unerfahren, das Wissen was ich und meine Kollegen uns bisher angeeignet haben, erhielten wir durch Schulungen, Gewerkschaft, unserem Anwalt sowie aus Infomationssammlungen, um die sich vorrangig unser Vorsitzender bemüht hat, letzendlich bildete sich auch gewisser Erfahrungsschatz aus den zahlreichen Prozessen. Doch während dieser kurzen Zeit fiel mir vor allem auf, dass in der Öffentlichkeit die Arbeit und die etlichen Hürden, die Betriebsräte oft und genug zu bewältigen haben, in keinster Weise zum Tragenommen. Schleswig-Holsteins neuer Ministerpräsident haut lapidar heraus, in seinen Augen seien Betriebsräte "lächerlich",wenn überhaupt bekommt man Negativschlagzeilen a la VW zu lesen. Was ich damit sagen will, ist, dass BR-Tätigkeiten und die etlichen Hürden transparent gemacht werden müssen-nur wie?Während meiner Zeit im BR (sei sie zwar bisher von kurzer, jedoch intensiver Art) fiel mir mehr als einmal auf, was für ein Bild in der Gesellschaft über ein solches Amt herrscht-nämlich ein ziemlich verzerrtes und von Unwissen geplagtes. Ich denke, es ist wirklich unsere Aufgabe darauf aufmerksam zu machen, WAS dieses Amt bedeutet, welche Hintergründe und welche Basis die Arbeit hat. Ob dies nun durch Medien geschehen soll-tja, es ist nunmal ein Kampf "Davidgegen Goliath", aber wenn wir diesen bereits im kleinen Kreis, nämlich in den jeweiligen Betrieben, in denen wir als BR tätig sind, aufgenommen haben, denke ich es könnte auch möglich sein, diesen im großen Kreis aufzunehmen-doch dann ist wirklich das bereits von dir, lieber Werner, besagte "WIR" angesagt. Ich für meinen Teil wäre dabei. Gruß
12.07.2005 um 12:35 Uhr
Hallo Werner, ich sehe es genauso, dass der Ruf aller BR schwer geschädigt wurde. Aber eine Rechtfertigung der "guten BR" zu verfassen, sollte man sich auch gut überlegen. Dies kann auch als Schuldeingeständnis ausgelegt werden. Ich persönlich (BR-Vorsitzende) steh da drüber. In unserem Unternehmen wird auch sicherlich keiner den Verdacht haben, dass wir bestechlich sind.
12.07.2005 um 22:59 Uhr
Hallo, sorry, ich bin kein Betriebsratsmitglied, darf es auch nicht werden - leider. Was macht man denn, wenn der BR die Belegschaft tatsächlich verkauft. Ein Nachweis ist schwierig. Der BR geht aber auf alle Forderungen des Unternehmens ein und schlägt sich bei Problemen der Mitarbeiter auf die Seite des Personalwesens. Was kann man als Arbeitnehmer da noch tun? Zumal man weiß, daß die alten Seilschaften schon seit 20 Jahren gepflegt werden.
26.08.2005 um 11:17 Uhr
Schade, das ich erst jetzt diese interessante Disskussion lesen konnte, war im Urlaub (muss ja auch mal sein). Aber auch ich als BR Vorsitzende bin der Meinung, Betriebsräte müssen ihre Arbeit viel transparenter machen. Es geht nicht darum, was wir täglich so ertragen müssen, sondern vielmehr darum, dass die Arbeitnehmer verstehen lernen, was ein Betriebsverfassungsgesetz ist und welche Aufgaben ein BR hat. In Gesprächen mit den Kollegen stelle ich immer wieder fest, dass viele ihre, sowohl Rechte als auch Pflichten, aus dem Arbeitsrecht nicht kennen und dadurch die Arbeitgeber natürlich auch ein leichtes Spiel haben, Angst und Unmut zu säen. Ich würde es begrüßen wenn Arbeitgeber endlich bergreifen würden, das BR nicht ihre Gegner sondern Partner im betrieblichen Alltag sein können. Aber das ist wohl noch eine Vision. Solche Disskusionen sollten viel mehr geführt werden, vieleicht auch einmal öffentlich!
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