Betriebsverfassungsgesetz § 15 Frauenquote
Hallo zusammen,
§ 15 Betriebsverfassungsgesetz sieht bei einem Drei Köpfigen Betriebsrat einen Platz für das in der Minderheit vertretene Geschlecht vor.
Wie sieht es denn aus wenn nur ein Ein Köpfiger Betriebsrat/rätin zur Wahl steht.
Bei uns im Betrieb (10 Leute) haben sich jeweils eine Mitarbeiterin und ein Mitarbeiter zur Wahl gestellt. Bedeutet daß das Geschlecht in der Minderheit auch wenn diese weniger Stimmen bekommt automatisch Betriebsrat /rätin wird ? SG M. Funk
Community-Antworten (6)
01.03.2018 um 07:37 Uhr
Hallo, ich versuch das mal zu erläutern. Bsp:100 Wahlberechtigte, davon 40 Männer und 60 Frauen. Also Geschlecht in der Minderheit: männlich!! Nun wird gewählt: Mann erhält 1 Stimme Frau 99, also ist die Frau erstplatziert. Der Mann muss nur zu 40 % im BR vertreten sein. Wiki hilft auch etwas , ist aber viel zu lesen.
01.03.2018 um 08:25 Uhr
@Cosavostra Jetzt fühle ich mich diskriminiert. Es heißt Geschlecht in der Minderheit.
01.03.2018 um 08:30 Uhr
@Erbsenzähler Dann bitte ich in aller Form um Entschuldigung. Es liegt mir fern irgend wen zu diskriminieren ! Werde den Beitrag sofort korrigieren.
01.03.2018 um 09:47 Uhr
§15 BetrVG das Geschlecht in der Minderheit muss berücksichtigt werden wenn der BR aus mindestens3 BRM besteht. Heißt bei einem ein köpfigen BR ist das Minderheitsgeschlecht nicht zu berücksichtigen.
01.03.2018 um 11:17 Uhr
Zitat (Legis): "Bsp:100 Wahlberechtigte, davon 40 Männer und 60 Frauen."
Damit wäre ein 5 oder 7 köpfiger BR zu wählen...
Und der Rest ist auch Blödsinn!
Ansonsten: Auch wenn § 15 BetrVG diese Einschränkung (mind 3 Mitgl) nicht gemacht hätte würde d'Hondt bei einem einköpfigen BR das Minderheitengeschlecht immer auf 0 Mindestsitze reduzieren.
01.03.2018 um 14:44 Uhr
"ich versuch das mal zu erläutern. Bsp:100 Wahlberechtigte, davon 40 Männer und 60 Frauen. Also Geschlecht in der Minderheit: männlich!! Nun wird gewählt: Mann erhält 1 Stimme Frau 99, also ist die Frau erstplatziert. Der Mann muss nur zu 40 % im BR vertreten sein."
Christian Lindner würde darauf vermutlich antworten:
"Lieber nicht erklären, also völligen Murks von sich geben" ... oder so ähnlich.
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