BR Mitglied plaudert vertrauliche Infos aus
Guten Tag zusammen, wir haben den Fall, dass eines unserer BR Mitglieder vertrauliche Infos aus dem Monatsgespräch ausgeplaudert hat und die Info nun durch Buschfunk fast jedem bekannt ist. Wir haben die Person drauf angesprochen, in der Hoffnung, dass es nicht wieder passiert, ist nun aber das zweite Mal. Was gibt es für mögliche Konsequenzen, abgesehen davon, dass im aller schlimmsten Fall der Kollege aus dem BR entfernt werden könnte, weil er seine Pflichten verletzt?
Community-Antworten (5)
02.10.2020 um 14:35 Uhr
"Was gibt es für mögliche Konsequenzen, abgesehen davon, dass im aller schlimmsten Fall der Kollege aus dem BR entfernt werden könnte, weil er seine Pflichten verletzt?"
Mir würden keine anderen Konsequenzen einfallen. Für wahrscheinlicher halte ich aber eher, dass hier gar keine Pflichtverletzung vorliegt. Denn nur weil der AG (oder auch der BR) nicht wollen das geredet wird, heißt das noch lange nicht, das alles vertraulich ist.
Aber das müssen natürlich andere beurteilen, weil ja nicht klar ist, was das BRM da ausgeplaudert hat.
02.10.2020 um 15:24 Uhr
Hat der AG den BR darauf aufmerksam gemacht, dass diese Information vertraulich ist? Wenn Nein, warum soll der BR nicht darüber reden. Ich bin der Meinung, der BR redet sowieso viel zu wenig über seine Arbeit und das Wissen was er erhält bzw. sich erarbeitet. Als BR sollte ich trotzdem überlegen was ich weiter erzähle. Wenn es nach unserem BRV gehen würde, würden noch nicht einmal die Sitzungstermine bekannt sein. Wir werden (fast) auf jeder Sitzung zur Verschwiegenheit verdonnert. Wenn ich von Kollegen gefragt werde, dann überlege ich mir auch zweimal ob ich etwas erzähle oder nicht. Aber eher aus taktischen Gründen oder weil wir noch mitten in den Verhandlungen stehen. Konsequenzen für das BRM werden schwierig werden.
02.10.2020 um 16:01 Uhr
"Wir werden (fast) auf jeder Sitzung zur Verschwiegenheit verdonnert."
Vom BRV? LOL
02.10.2020 um 16:17 Uhr
Das war keine Scherz celestro. Wir haben so einen BRV. Ja, ich weis, jeder bekommt das, was er verdient hat. Unser BRV ist da mehr als übervorsichtig mit dem was nach außen dringt. In Gewisserweise verstehe ich ihn ja. Wir hatten leider wirklich mal die Situation das Informationen nach aussen gedrungen sind, welche nicht hätten erzählt werden sollen. Es ging damals (sehr lange her) darum, dass MA entlassen werden sollten. Ein BRM hat die Liste mit den Namen mitgenommen und ist auf die Kollegen zu und hat gesagt du wirst entlassen. Am Ende waren es von den 60 die auf der Liste standen gerade mal 8. Der BRV hat damals massiv von der GL einen auf den Deckel bekommen. Du siehst also, alles nicht so einfach. Mir ist dies mittlerweile ziemlich egal. Ich erzähle das, was ich für notwendig erachte. Und ja, ich vertrete die Meinung, der BR, gerade unser müsste wesentlich mehr erzählen um den AG seitens der MA mehr unter Druck zu setzen und auch den MA klar zu machen, mit was wir uns als BR beschäftigen müssen.
04.10.2020 um 12:39 Uhr
Es wird nicht so heiß gegessen wie es gekocht wird. Verschwiegendheitspflicht bezieht sich nur auf sogenannte Betriebsgeheimnisse, bitte hier lesen. https://msgler.verdi.de/der-betriebsrat/++co++b9473e36-3e0d-11e3-882f-52540059119e
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