Gefahrenzulage
Hallo zusammen,
ich hoffe es kann mir jemand weiterhelfen. Seit kurzem müssen bei uns im Labor ein paar Kolleginnen immer mal wieder mit Flusssäure arbeiten. Dieses Zeug ist ja lebensgefährlich. Nun ist man an uns herangetreten mit der Frage ob es dafür eventuell eine Gefahrenzulage geben würde. Wir fänden das durchaus angemessen, kennen uns aber auf diesem Gebiet gar nicht aus. Arbeitet jemand mit Flusssäure? Wie hoch könnte so eine Zulage sein? ....... Besten Dank im Vorraus
Grüße Petra
Community-Antworten (4)
19.08.2008 um 13:33 Uhr
Hallo Petra,
hat es eine Gefährdungsbeurteilung gegeben? Und wurden den Kolleginnen ggf. zusätzliche Schutzausrüstungen zur Verfügung gestellt (spezielle Handschuhe, Gesichtsschutz, ...)? Wurden sie generell in der Arbeit mit Gefahrstoffen unterwiesen? Habt Ihr genügend ausgebildete Ersthelfer? Gibt es einen Notfallplan? Wurden bei Euch Sicherheitsbeauftragte benannt?
Das alles interessiert mich erstmal mehr als die Frage nach dem Geld. Ich arbeite auch mit allerlei üblen Gefahrstoffen (Acrylamid, Dimethylformamid, konzentrierte Schwefelsäure, Natriumazid, Formaldehyd usw. usf.), und beim Umgang mit denen können schon kleine Fehler fatal sein. Mit Flusssäure hatte ich, nebenbei gesagt, bis jetzt nur selten zu tun. Das Wichtigste: keine Glasgefäße verwenden, nur unter dem Abzug arbeiten, ggf. Atemschutz tragen. Und nicht kleckern!!!
Eine Gefahrenzulage bekomme ich übrigens nicht, der Umgang mit gefährlichen Stoffen gehört bei mir und meinen KollegInnen zum Berufsbild (CTA/BTA bzw. Chemie-/BiologielaborantIn). Deswegen weiss ich auch nicht, wie hoch eine angemessene Zulage sein könnte. Ich denke, wenn die Kolleginnen eine Gefahrenzulage haben wollen, werden sie diese wohl individuell verhandeln müssen, sofern Ihr keine kollektiven Regelungen zur Bezahlung habt.
Zum Schluss sicherheitshalber noch das Sicherheitsdatenblatt für Flusssäure (das Ihr hoffentlich aber schon habt):
http://www.fluorchemie.de/Downloads/SiDa/FCF_HF55.pdf
Gruß khel
19.08.2008 um 13:49 Uhr
@Petra, kann mich der Antwort von khel nur anschliessen. Informationen und Beratung bieten auch die Arbeitsschutzbehörden an.
hier noch was interessantes, was allerdings ebenfalls bekannt sein sollte.
19.08.2008 um 14:30 Uhr
@VITA, hat sich die BG mal eure Arbeitsplatze, die mit dem Flussmittel zu tun haben begutachtet? Mir scheint, ihr wollt euch die Gefährlichkeit dieses Zeuges bezahlen lassen...... Wichtiger ist, dass Sicherheitsvorschriften eingehalten werden und die sind ziemlich eindeutig!
19.08.2008 um 14:49 Uhr
Vielen Dank für Eure Antworten. Gefährdungsbeurteilung, Schutzausrüstungen, Gefahrstoffunterweisung, genügend Ersthelfer, Notfallplan, Sicherheitsbeauftragte... alles passiert und vorhanden.
Mona-Lisa: Es war nie die Rede davon, dass die Sicherheitsvorschriften nicht eingehalten werden. Das funktioniert schon alles. Ich hatte lediglich gefragt, ob sich jemend mit Zulagen auskennt. Die Gefährlichkeit ist uns völlig bewusst.
Grüße, Petra