W.A.F. LogoSeminare
Dieser Beitrag ist vor 18 Jahren entstanden. Gesetzliche Regelungen und Rechtsprechung können sich seitdem geändert haben.

Nach einem Jahr haben wir als BR keine Erfolge. Wie geht es weiter? Neuwahlen?

T
traeumer
Jan 2018 bearbeitet

Nach über einem Jahr haben wir als BR keine vorzeigbaren Ergebnisse erzielt(andere haben dies in 5Jahren aber auch nicht geschafft). Langsam kommen Stimmen auf, was wir überhaupt gemacht haben und irgendwie fragt man sich das jetzt selbst. Wir sind 7 BRM aus mehreren Bereichen. Die Wahl resultiert aus einer Listenwahl und jetzt kommt es auch zu Äußerungen, „den kann ich nicht einschätzen, kenn ich nicht, kein vertrauen“. Eigentlich stehen wir kurz davor das Handtuch zu werfen, aber die Gefahr besteht doch darin das sich niemand mehr für den Posten hergibt. Es wurde uns nicht einfach gemacht, streckenweise waren wir auch selber Schuld, aber keiner hat je in einem BR gearbeitet, ist alles neu für uns. Weiter ist die Belastung durch streckenweise sehr hohes Arbeitsaufkommen da (ok, das habe wir vorher gewusst), aber wenn dann noch Infos vom Chef durch die Belegschaft gehen der arbeitet für das BRM und der für das, dann bekommt das doch alles einen bitteren Beigeschmack. Natürlich werden wir auch nicht von vorwürfen was wir kosten verschont, aber das hat denke ich mal der größte Teil hier durch. Die Entscheidung was wir machen kann uns niemand abnehmen, das muss jeder mit sich selbst ausmachen, aber was gibt es sonst für Möglichkeiten? 1.Vertrauensfrage an die Belegschaft über den BR  kein vertrauen  Neuwahlen  ggf. kein neuer BR, 2. Auflösung des BR  kein vertrauen  Neuwahlen  ggf. kein neuer BR, 3. zurücktreten einzelner Mitglieder  Nachrücker bringen neuen Wind rein

Wobei zu 3 zu sagen wäre wer tritt zurück? das wären dann vermutlich die, die jetzt auch was sagen, den Mund aufmachen und die jetzt das vertrauen haben, aber wem will man verdenken wenn man sich an einen Posten klammert, da hängt ja doch ein kleiner Vorteil dran.

Wie schon gesagt, die Entscheidung kann uns niemand abnehmen, aber in der jetzigen Besetzung werden wir nichts erreichen, aber was wenn kein neuer BR zustande kommt? Klar kann man jetzt sagen sollens doch die machen, die jetzt rumtönen was wir bisher erreicht haben, aber die werden sich auf keinen Fall für den Posten des BR hergeben. Ich kann mir vorstellen, es kommen bestimmt auch Antworten mit Schulung, aber Schulung für Rückrat?

Das sind so Gedanken, die gehen mir im Augenblick durch den Kopf, wie gesagt, die Entscheidung kann uns niemand abnehmen, aber ich hätte doch gern gewusst wie andere darüber denken.

6.04504

Community-Antworten (4)

W
Wichtelmaennchen

31.08.2007 um 13:35 Uhr

Hallo, das sind Probleme, die mehr oder weniger viele BR Gremien haben. Wichtig ist, dass man zu den Kollegen/innen geht, mit ihnen spricht..fragt wo der Schuh drückt. Die Meisten wollen nur mal nen Klapps auf die Schulter bekommen. Was wir gemacht haben ist: Ziele, jedes halbe Jahr eine interne Klausur in den die Ziele für das jeweilige Halbjahr abgesprochen worden sind. Betriebs/Abteilungsversammlungen etc. Nur nicht unterkriegen lassen...BR Arbeit ist in vielen Betrieben wirklich kein schöner Job mehr. Aber einer muss ihn ja machen :-). Wie gesagt, ihr müßt wissen wo der Schuh bei den Kollegen drückt. Eine verhinderte Kündigung, eine Höhergruppierung etc, alles das sind Erfolge. Mal unter uns, manchmal muss man Scheisse (sorry) gut verkaufen. Ok evtl. kommen ja noch ein paar nette Worte von anderen Kollegen hier ;-)

Viele Grüße

B
Bücherwurm

31.08.2007 um 13:36 Uhr

Es ist nicht immer leicht BR-Mitglied zu sein. Jedes BR-Mitglied das ich kenne hat sich schon mal gefragt, ob es nicht besser wäre aufzugeben und wie so viele Andere auch nur noch die eigentliche Arbeit zu machen. Aber dann gibt es auch wieder "gute Tage", wo einem bewußt wird, das es Kollegen gibt die Dich gewählt haben, weil sie jemanden brauchen der für sie spricht... Ich kann Euch nur raten nicht aufzugeben, denn auch ein Tropfen auf den Stein, kann der Anfang eines Regens sein!! (- ich weis,ziemlich abgedroschen- aber wahr!) Viel Kraft wünscht Euch der Bücherwurm....

M
Miparix

31.08.2007 um 18:04 Uhr

Nur nicht aufgeben...

Wir sind jetzt seit ca. zwei Jahren im Amt, und in den ersten acht bis neun Monaten sind wir auch nur als der "Debatierklub" belächelt worden. Die Kollegen haben sich gefragt, was wir überhaupt machen und so, doch da waren es nur Kleinigkeiten, die zu erledigen waren. Große Sachen mussten auch nicht gemacht werden, da alles gut eingespielt war zwischen Vorstand und BR. Seit über einem Jahr aber, versucht der AG die 40-Stunden-Woche einzufühen, Überstundenzuschläge zu kürzen, und, und, und...seit dem ist der BR bei allen Kollegen gefragt. Wir haben einige Sachen verhindern können. Doch das konnten wir nur, weil die richtigen Leute im BR geblieben sind, auf die es dann angekommen ist, als es um einzelne Existenzen im Betrieb ankam. Will sagen:

Nicht aufgeben, und auch wenn es mal keine Ergebnisse auf den ersten Blick zu erkennen gibt. Wenn es mal richtig knallt, dann ist es gut, wenn es einen funktionierenden BR gibt.

T
traeumer

02.09.2007 um 21:54 Uhr

Dank euch für den Zuspruch,

einige bei uns haben aber wirklich mit dem BR abgeschlossen, es hat keinen Sinn hier noch irgendetwas erzwingen zu wollen. Können nur hoffen das die, die nach uns kommen mehr erreichen.

Ihre Antwort

Verwandte Themen