Hallo hier ist erneut HGL,

vielen Dank für die Antworten von Fayence, Heini, Kölner und Ramses II.
Wenn ich Eure Kommentare als Nichtjurist richtig verstehe, steuert unser
Wahlvorstand auf ein juristisch zweifelhaftes Szenario zu.

Ich möchte noch eimal die gegensätzlichen Auffassungen zusammenfassen, um sicherzugehen, dass ich dass auch richtig verstanden habe:

Fayence: Der Wahlvorstand bildet, sofern weniger Kandidaten, als in der Wahlausschreibung angegebenen erforderlichen Zahl, die Wahl annehmen,
einen Betriebsrat in der nächstmöglich niedrigeren Anzahl.
Bei einer eventuellen Wahlanfechtung vertraut der Wahlvorstand darauf, dass das Gericht die Auffassung von Heini nicht teilt.

Heini: Unter gleichen Vorraussetzungen beschließt der Wahlvorstand, dass
wegen zu wenig verbleibender Mitglieder ein Betriebsrat nicht zustandegekommen ist. Da am Wahltag kein amtierender Betriebsrat mehr
existiert, müsste eine eventuelle Neuwahl durch Betriebsversammlung mit
Festlegung eines neuen Wahlvorstandes angestossen werden.

Weiter taucht in dem Dialog zwischen Kölner und Heini der Begriff
"Beugung des Rechts" auf. Dies klingt danach, als würde unser Wahlvorstand sich bei einer der Vorgehensweisen evtl. strafbar machen.