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Wann kann / darf ein BR-Mitglied nicht an der BR-Sitzung teilnehmen?

S
sirbchen
Jan 2018 bearbeitet

Hallo zusammen,

mit der Suche habe ich nichts wirklich passendes gefunden und daher dieser Beitrag. (ansonsten haben mir bestehende Beiträge schon immer enorm geholfen)

In unserem Gremium besteht keine Einigkeit hinsichtlich der Verhinderung.

Meiner Meinung nach steht es dem Vorsitzenden nicht zu, zu entscheiden, ob eine Verhinderung vorliegt (außer bei Tod). Ich hatte daher die Mitglieder des BR`s gebeten, bei der Mitteilung Ihrer Abwesenheit immer mit anzugeben, ob Sie in dieser Zeit an der Ausübung Ihrer Betriebsratstätigkeit verhindert sind. Macht mir das Leben natürlich viel leichter.

Zum Thema Verhinderung wegen Arbeit ist bei uns auch schon viel gesprochen worden (kein Verhinderungsgrund - unendschuldigtes Fehlen führt nicht gleich zu Rübe ab).

Das KRANK nicht immer gleich VERHINDERT ist, will so einigen nicht in den Kopf. Kein Wunder wenn auch leider immer noch der Begriff "Krankschreibung" und nicht "Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung" in den Köpfen geistert.

Auch das ein "unentbehrliches" Betriebsratsmitglieder auch im Urlaub zu Sitzungen bereit ist (und auch unbedingt teilnehmen will) geht einigen nicht in den Kopf.

Die Bereitschaft seinen Urlaub zu unterbrechen für den Fall das der Betriebsrat einschließlich Nachrücker unterbesetzt sein sollte stößt auch nicht auf allgemeines Verständnis.

Ich hatte gebeten, mir im Zuge der Mitteilung der Abwesenheit immer gleich mitzuteilen, ob Verhinderung vorliegt. Das ist bei den "UNBELEHRBAREN" oder "DAS IST DOCH ALLES QUATSCH-Leuten"so, als ob man einem Esel ins Ohr petzt.

Ich wollte nun evtl. mein Gremium bitten, so eine Art globale Erklärung abzugeben:

Normal: "Liebe BRV, in folgenden Fällen bin ich in Zukunft an der Ausübung meiner Betriebsratstätigkeit verhindert, sofern ich nicht im konkreten Fall etwas gegenteiliges mitteile: Krankheit, Urlaub, Seminare, Schulungen."

Für Unentbehrliche: "Lieber BRV, im Falle von Urlaub..... bin ich nicht an der Ausübung meiner Betriebratstätigkeit verhindert, es sei den ich teile im konkteten Einzelfall etwas gegenteiliges mit"

Ich bin noch nicht wirklich überzeugt, dass mir das bei der Organisation viel hilft, da ja auch das Problem bei den Nachrückern besteht

Oder habt Ihr eine bessere Idee?

Liebe Grüße

Sirbchen

3.31107

Community-Antworten (7)

D
DocPille

05.04.2006 um 21:11 Uhr

Gefundenes Fressen für.....

K
Kölner

05.04.2006 um 21:19 Uhr

Wie war die Wahl, Doc?

D
DocPille

05.04.2006 um 21:27 Uhr

@Kölner

Bin gut drauf,wie du aus meiner antwort oben siehst. Die Wahl ist sehr gut gelaufen,jetzt muss ich mich wohl noch mehr reinhängen. Das war für mich eigentlich die Bestätigung dafür,das ich doch irgendwo auf dem richtigen weg bin.Ich werde sicher noch viel lernen müssen,bin erst 1,5Jahre im Amt,aber ich bin allzeit bereit.

D
DocPille

05.04.2006 um 21:29 Uhr

Das war noch kein weiterer Kniefall....

F
Fayence

05.04.2006 um 23:43 Uhr

Sirbchen, was hältst Du denn von einer ganz unkomplizierten Nachfrage zum Ende der jeweiligen Sitzung, z.B. "Wer kann an der nächsten Sitzung nicht teilnehmen?".

Von dem Aufwand, den Du beschrieben hast, halte ich persönlich überhaupt nichts.

Gruß Fayence

R
rainerzwo

06.04.2006 um 11:11 Uhr

Hallo, dein Wunsch, dass die Leute die BR-Arbeit doch bitteschön verdammt noch mal sehr ernst nehmen sollen in Ehren. Aber BR-Arbeit ist Teamarbeit, die oft auch über die Sitzungs-Anwesenheit hinausgeht. So sieht das aus, als wenn du durch Druck die Leute bewegen willst. Vielleicht kannst du die Kollegen im positiven Sinne motivieren ?

S
sirbchen

06.04.2006 um 11:42 Uhr

Erst mal vielen Dank.

Mir ist schon klar, dass es nicht nur um Teilnahme an Sitzungen geht.

Mir geht es auch nicht darum, die Leutze zur teilnahme an den Sitzungen und zur Mitarbeit zu zwingen, weil dass geht nur nach hinten los.

Es ist mir nur meine Zeit zu schade, den Leuten hinterherzurennenn, um zu wissen, wann am günstigsten eine Sitzung stattfindet und vor allem wann ich einen Nachrücker einladen kann, darf, muss . Bei uns läuft das mit den Abwesenheiten durch ein Gleitzeitmodell sehr kurzfristig (wirklich von heute auf morgen). Wir haben keine regelmäßigen Sitzungen, weil von der Mehrheit nicht erwünscht. Sitzungen finden statt, wenn Themen da sind. Damit hilft mir der Vorschlag von Fayence nicht weiter.

Ja! Es gibt hier mindestens 3 Probleme. 1. der Bereitschaft zur Mitarbeit, 2. die Bereitschaft sich neben sich selbst zu stellen und auch mal die Ansicht eines Anderen von einem anderen Blickpunkt zu sehen und vor allem dessen Ansichten einfach mal zu hinzunehmen und 3. das man sich mit solchen unnötigen Nebenkriegsschauplätzen das Leben nur unnötig schwer macht.

Nur so nebenbei gesagt. Wir haben knapp über 100 Mitarbeiter und somit einen 7-köpfigen BR und somit keine Freistellung.

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