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Bedarf an externer Mediation

M
Muschelschubser
Sep 2023 bearbeitet

Hallo zusammen,

in einer Abteilung brennt zwischen Leitung und Beschäftigten gerade richtig der Baum. Da die Vorwürfe inzwischen, auch wegen Nichtigkeiten, hin- und hergehen, ist dem BR kaum eine objektive Betrachtung möglich.

Da der AL kein leitender Angestellter ist, ist der BR für ihn ebenso zuständig wie für die übrigen Beschäftigten.

Insofern sind wir uns mit dem AG einig, dass ein angemessenes Betriebsklima am besten mit einem externen Mediator herzustellen wäre - der aber unserer Meinung nach vorurteilsfrei an die Gespräche gehen soll und somit am besten von außen kommen sollte.

Daher die Frage: Welche Anlaufstellen würden Euch einfallen, einen Mediator einzusetzen?

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Community-Antworten (3)

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Challenger

21.09.2023 um 14:38 Uhr

Zitat : ... in einer Abteilung brennt zwischen Leitung und Beschäftigten gerade richtig der Baum.

Was sollen wir unter einem brennenden Baum verstehen ? Um welche wechselnden Vorwürfe, insbesondere Nichtigkeiten geht es denn ? Je nach Fallgestaltung ließe sich das intern auch ohne einen externen Mediator regeln

M
Muschelschubser

21.09.2023 um 15:03 Uhr

@Challenger

Das würde inhaltlich jetzt zu weit führen, da die Ausführungen der Abteilung über 3 DIN-A-4-Seiten gehen. Es geht um nicht genehmigte Urlaubsanträge konträr zur BV, es geht um Misstrauen, Einschränkungen von Rechten bezüglich der flexiblen AZ gem. BV, Nachfragen ob man trotz AU nicht doch arbeiten kann etc.; die Gründe für Überstundenabbau werden gefragt (Ist wirklich eine Beerdigung? Bist Du wirklich Trauzeuge? Den Handwerkertermin kannst Du auch verschieben...)

  • um nur einen Auszug zu nennen.

Und wenn sich schon einiges angehäuft hat, dann verkürzt sich die Zündschnur dann noch weiter und man tätigt nicht wirklich verifizierbare Aussagen wie "Er wird regelmäßig laut", "knallt Türen", "lässt Kritik nicht zu" etc. Man hängt sich also an Kleinigkeiten und Floskeln auf, und versucht da Beschwerden draus zu stricken.

Da umgekehrt eben auch Vorwürfe kommen wie "Befolgt meine Anweisungen nicht" oder "Macht schlechte Arbeit", ist das ganze schwierig für uns zu greifen. Zum einen können wir den Wahrheitsgehalt nicht überprüfen, zum anderen können wir uns von außen nicht positionieren.

Hinzu kommt ein hoher Krankenstand in der Abteilung, teilweise mit Burnout-Verdacht, und die Situation dass sich bereits einige extern orientieren.

"Je nach Fallgestaltung ließe sich das intern auch ohne einen externen Mediator regeln"

Es sind schon viele Gespräche, auch unter Einbindung der GL, erfolgt. Gefühlt haben sich die Fronten diesbezüglich nur noch mehr verhärtet, da Konflikte sehr schnell auf der persönlichen Ebene ausgetragen werden sollten. Das führt zu nichts.

Unseres Erachtens muss ein externer Mediator her, der niemanden der Betroffene kennt - und den die Betroffenen auch nicht kennen. Der möglichst das rhetorische Geschick mitbringt, die Betroffenen wie der auf eine sachliche Gesprächsebene zu bringen, Vorstellungen und Erwartungen abfragt und mit ihnen gemeinsam Lösungswege entwickelt.

Und daher kann ich meine Frage nur erneuern:

Wo finde ich den passenden Mediator?

G
GabrielBischoff

21.09.2023 um 20:23 Uhr

Meist ist die bohrende Frage "wer bezahlt das Ganze". Wenn das klar ist, dann findest du über eine Suche in der Region sehr viele Mediatoren. Ich empfehle eine Zertifizierung nach §5 MediationsG vorauszusetzen, da der Begriff nicht geschützt ist.

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