Mobbingproblem
Hallo liebe Kollegen
An mich wurde heute eine Beschwerde wegen Mobbings herangetragen. Beim ersten Gespräch zwischen dem Gemobbten und mir als BRV sowie einem weitern BR-Mitglied stellte sich heraus, dass ein weiterer Kollege in dieser Abteilung die selben Probleme hat. Auch mit ihm haben wir schon gesprochen. Es wurden von beiden Kollegen folgende Punkte als mobbing beschrieben:Nachäffen, hinter dem Rücken reden, Gerüchte in die Welt setzen. Mit der treibenden Kraft hinter diesen Dingen ist ein Gespräch geplant. Dummerweise handelt es sich um den Abteilungsleiter der beiden, der auch im Betriebsrat ist. Da wir nun ein neuer BR sind ( der alte BRV ist im Gremium und äußerte sich dem Sinn nach "der soll lieber seine Arbeit machen und die Klappe halten") bräuchte ich eure Hilfe, wie ich nun weiter vorgehen soll. Was muß ich beachten: Betriebsratssitzung? Geschäftsführung einbinden (ist bereits über den Vorfall informiert)? Bin für jede Hilfe dankbar KillerMiller
Community-Antworten (5)
30.04.2010 um 07:38 Uhr
Moin,moin Kollege!Bei Deinem nick traut man sich kaum zu antworten...:))) Das Thema Mobbing ist ein gar heikles und kann schnell ausufern. Deine eigenen Ansätze sind ja schon nicht schlecht,nur würde ich es nicht gleich zum TOP einer BR-Sitzung machen.Ein erster runder Tisch (kann auch eckig sein:)) mit dem Abteilungsleiter - und der ist wirklich im BR? - ,den beiden betroffenen AN,BRM ihres Vertrauens und natürlich Vertretern der GF wäre ein Anfang.Aber unter keinen Umständen würde ich dort das Wort Mobbing auch nur in den Mund nehmen! Vielleicht meldest Du ja mal den Stand der Dinge.
12.05.2010 um 00:49 Uhr
Servus sueton
Nachdem ich mit beiden gesprochen habe, muß ich sagen keine einfache Sache. Beim Gespräch mit dem " gemobbten ", dachte ich immer " dieses Sch.... wie kann man so mit Kollegen umgehen", und beim Gespräch mit dem " Mobber" "Ich versteh es nicht. Warum stellt der sich denn so an, man wird ihm doch mal die Meinung sagen dürfen." Beide an einen Tisch zu bringen war bisher leider nicht möglich ( Urlaub,Krank). Du siehst das Thema ist schwierig. Aber ich meld mich wenn es Neuigkeiten gibt.
Gruß KillerMiller
Moin,moin Kollege!Bei Deinem nick traut man sich kaum zu antworten...:))) Früher nannte man mich KillerMiller heute höchstens noch KullerMuller, aber blöder Nick
12.05.2010 um 01:39 Uhr
Ich würde trotzdem weiter darauf drängen beide an einem Tisch zu bekommen. Vielleicht kann im Sinne des betrieblichen Friedens der AG. Ich würde auch empfehlen diesem an dem Gespräch mit ein zu beziehen. Dann bewahren beide mehr die Form und die Sache wird sachlich durchgesprochen. Ganz nebenbei könntest Du Dir mal §104 BetrVG durchlesen und bei diesem Gespräch versteckt mit einbauen was nach dem § möglich ist. Dem gemoppten würde ich raten, sich diese sachen genauesten mit Datum , Uhrzeit, und der Äusserungen des Mobbers aufzuschreiben, denn nach mehreren Urteilen sehen die meisten Gerichte Mobbing erst als solches an, wenn dies auf einem längerem Zeitraum hin passiert. Hier geht man meistens von einem Jahr aus. Schon mal versucht die Schichten der Beiden zu tauschen?
12.05.2010 um 01:59 Uhr
Das mit dem Mobbingtagebuch habe ich ihm auch schon mitgeteilt. Schichten tauschen ist leider nicht ohne weiteres möglich, da beide eine Maschine bedienen die viel Erfahrung benötigt. Das wurde schon mehrfach versucht wenn beide nicht da waren. Im Ergebniss gab es mega Ausschusszahlen. Da ist wirklich Erfahrung gefragt.Deshalb ist auch eine Versetzung nicht so einfach/gewollt.
12.05.2010 um 02:32 Uhr
Siehst Du, und an diesem Punkt bekommst Du Deinen AG mit ins Spiel. Entweder er ünterstützt euch beim Frieden schliessen, oder aber er muß sie auseinander bringen in den Schichten und mit Ausschuss rechnen. Denn das ist wieder ne neue Baustelle. Sind es sensibele Maschinen die eine besondere Qualifikation bedürfen seit ihr über §§ 96- 98 BetrVG wieder im Spiel. Du siehst ein Rad kann immer größer werden. Was macht den der AG wenn einer oder beide krank vielleicht sogar langzeitkank wird? Du siehst, der AG kann sich auch nicht so leicht da raus schleichen.