Urteile zu Mobbing und Diskriminierung

Arbeitgeber muss nach Mobbing Schadensersatz und Schmerzensgeld zahlen

ArbG Dresden 5 Ca 5954/02 vom 7. Juli 2003

Unternimmt ein Arbeitgeber nichts, um einen Mitarbeiter vor Mobbing zu schützen, kann er dafür vor Gericht belangt werden. In einem aktuellen Urteil verurteilte nun das Arbeitsgericht Dresden den Freistaat Sachsen zur Zahlung von Schadenersatz und Schmerzensgeld, weil er als Arbeitgeber nichts getan hatte, um einer gemobbten Angestellten im Öffentlichen Dienst zu helfen.

Schwerbehinderter erhält wegen Diskriminierung Entschädigung von Stadt Frankfurt

ArbG Frankfurt 17 Ca 8469/02 vom 19. Feb. 2003

Die Stadt Frankfurt muss einem erfolglosen Stellenbewerber wegen Schwerbehindertendiskriminierung eine Entschädigung von 3500 Euro zahlen. Damit gab das Arbeitsgericht Frankfurt der Klage des erfolglosen Bewerbers statt. Der Kläger hatte sich auf eine offene Stelle in der Notenbibliothek des städtischen Museumsorchesters beworben und in einem Bewerbungsgespräch auch seine Schwerbehinderung mitgeteilt. Ohne Angabe von Gründen wurde die Bewerbung abgewiesen.

Mobbing als Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts des Arbeitnehmers

LAG Thüringen 5 Sa 403/2000 vom 10. Apr. 2001

In einem Aufsehen erregenden Urteil hat das Landesarbeitsgericht Thüringen der Klage eines Arbeitnehmers stattgegeben, in der der Kläger gegen eine ihn diskriminierende Behandlung von Seiten des Arbeitgebers vorging.