Personalaufwandsquote

Die Personalaufwandsquote gibt den Anteil des Personalaufwandes an der Gesamtleistung (Umsatzerlöse) an.

Personalaufwandsquote (in %) = Personalaufwand x 100 / Umsatzerlöse

Der Personalaufwand setzt sich aus den Löhnen, Gehältern und dem Sozialaufwand sowie den Aufwendungen für Altersversorgungen für alle eigenen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen eines Unternehmens zusammen. Das heißt, hierin laufen auch die Kosten für leitende Angestellte, die der Geschäftsführer/Vorstände und Halbtagskräfte. Die Personalkosten für Leiharbeiter / Außendienstmitarbeiter werden nicht hinzugerechnet.

Tipp: Bei Diskussionen wegen zu hoher Personalkosten dient die Personalaufwandsquote als Hilfsmittel für Contra Argumente.

Mit der Personalaufwandsquote kann ein unabhängiger Vergleich, z.B. zum Vorjahr, geschaffen werden, jedoch werden noch manchem Arbeitgeber die absolut gestiegenen Personalaufwendungen als Beleg für zu hohe Personalkosten dargestellt. Aus dem Vergleich zwischen dem gesteigerten Personalaufwand und dem gesteigerten Umsatz wird erkennbar, ob die erhöhten Personalaufwendungen durch den Mehrumsatz oder tatsächlich durch die höheren Löhne und sozialen Abgaben entstehen. Die Berechnung der Personalaufwandsquote kann auch aus den monatlichen Gewinn- und Verlustrechnungen (der so genannten monatlichen oder kurzfristigen Erfolgsrechnung) erfolgen.

Ein weiteres Argument für den hohen Stellenwert der Personalaufwandsquote sind Fixkosten, die in vielen Unternehmen durch den Personalaufwand verursacht werden. Dies erklärt das Problem sinkender Umsatzerlöse.

Tipp: Die Personalaufwandsquote kann nur branchenspezifisch bewertet werden.

Das bedeutet: Es sollten nur Unternehmen verglichen werden, die die gleichen Tätigkeiten in der gleichen Branche ausführen.

Beispiel: Dienstleister, Handwerker oder Anwälte erbringen ihre Leistung nur durch Menschen, während in Industrieunternehmen Maschinen und Roboter menschliche Arbeit ersetzen.

Bei Berechnung der Personalaufwandsquote ist zu beachten: In Dienstleistungsunternehmen sollte sich ein Ergebnis von 60 Prozent (70 Prozent noch in Ordnung) und bei Industrieunternehmen 30 Prozent ergeben.