Liebe Kollegen,
bei uns (Mikroelektronik, ca. 250 Mitarbeiter) soll ab Januar Kurzarbeit angemeldet werden.
Theoretisch müssten pro Monat pro Mitarbeiter 4 Tage Kurzarbeit gemacht werden.
In 2001/2002 hatten wir schon eine längere Kurzarbeits-Phase, in der die Kurzarbeit extrem ungleich verteilt wurde.
Priviligierte Leiter und deren protegierte Mitarbeiter haben sich damals vollständig von der Kurzarbeit ausgenommen (also kein Kurzarbeitergeld, sondern volles Gehalt).
Nachdem der BR die GF jetzt in Gesprächen vor der Wiederholung dieser Situation gewarnt hat und das Thema ausdrücklich vor der Betriebsversammlung angebracht hat, sehen die neuen Kurzarbeitspläne trotzdem wieder ganauso aus:
Das "gemeine Volk" bleibt tageweise zuhause und bekommt Kurzarbeitergeld und "wertvolle Leiter und deren liebste Kollegen" gönnen sich volles Gehalt.
Um das gegenüber der GF zu begründen, wurden die haarsträubensten Argumente aus dem Hut gezaubert.
Normalerweise ist ja nicht falsch, die Kurzarbeits-Verteilung den Leitern zu überlassen.
Wenn die Leiter dazu nicht in der Lage wären, würde ich es noch verstehen, aber es wird vorsätzlich ungerecht verteilt (das hat mit verschiedenen Arbeitsausfgaben nichts zu tun!).
Wie kann man als BR (in der Betriebsvereinbarung zur Kurzarbeit) eine "gerechte" Verteilung besser vereinbaren?
Viele Grüße
Uwe