Hallo,
unser BR-Vorsitzender (ich bin selbst Mitglied im BR) war mit einem Arbeitskollegen in eine Schlägerei verwickelt, die während der Arbeitszeit und auf dem Firmengelände stattfand. Zeugen gab es keine. Die beiden Kontrahenten wurde daraufhin von der Geschäftsleitung zu einer Einzelanhörung gebeten, bei der sowohl der Firmenanwalt als auch der BR anwesend war. Die Anhörung ergab keinen Hinweis darauf, wer die Tätlichkeit begonnen hat. Somit steht Aussage gegen Aussage. Daraufhin hat die GL beschlossen, beiden Mitarbeitern fristlos zu kündigen. Wir als BR sind such der Meinung dass ein solches Vergehen geahndet werden muss, haben aber in Anbetracht dessen, dass einer von beiden zu Unrecht entlassen werden würde, die Kündigungen abgelehnt. Die beiden "Streithähne" werden nun vom AG abgemahnt.
Jetzt meine/unsere Frage: Ist ein BR-Mitglied, daß sich zu einer Schlägerei hinreißen läßt überhaupt noch tragbar (das komplette restliche Gremium ist auch ziemlich sauer über sein Verhalten)? Sollte er nicht von sich aus sein Amt niederlegen? Es werden nämlich jetzt schön Stimmen aus der Belegschaft laut von wegen "Misstrauensantrag" gegen den BR. Habe schon Stunden im Netz recherchiert, aber keinen - nicht mal ähnlich gelagerten - Fall gefunden. Suchen dringend Antworten! Danke im voraus.