Hallo,

wir, ein fünfköpfiger BR, sollen bis morgen zu vier geplanten betriebsbedingten Kündigungen (Kundenverlust, Wegfall von Arbeitsplätzen) Stellung nehmen. Das Problem: Wir sind ganz und gar frisch im Amt (eine Woche), haben kaum rechtliches Wissen und noch nicht allzuviel Kenntnis über die genauen Umstände im Betrieb (rund 160 Mitarbeiter). Wir wollen uns aber keineswegs nur passiv verhalten und die Wochenfrist einfach verstreichen lassen.

Nach intensiver Recherche und vielen Überlegungen sind wir der Meinung, daß die oben beschriebenen mangelnden Kenntnisse des Betriebes und der anderweitigen Einsatzmöglichkeiten der Mitarbeiter, die gekündigt werden sollen, nicht für einen ordnungsgemäßen Widerspruch reichen. Wir möchten aber in jedem Fall unsere erheblichen Bedenken dazu äußern, denn wir glauben, daß die Sozialauswahl nicht ganz zutreffend ist (ist für uns aber kaum nachprüfbar) und außerdem durch vier weitere Kündigungen wahrscheinlich doch eine andere Einsatzmöglichkeit dieser Kollegen bestünde. Wie gesagt, das sind eher Vermutungen, und wir wissen leider nicht, wie wir das korrekt nachprüfen können. Meine Frage ist: Wie formulieren wir qualifizierte Bedenken gegen diese Kündigungen? Wir wissen, daß diese Bedenken nur unter Umständen von Arbeitsgerichten als hilfreich für den Arbeitnehmer angesehen werden, aber ein qualifizierter Widerspruch ist für uns im Augenblick keine Option.

Wißt ihr Rat?
Danke & Gruß
G.