Individualarbeitsrecht

Begriff und Zweck des Individualarbeitsrechts

Das Individualarbeitsrecht regelt das rechtliche Verhältnis zwischen dem einzelnen Arbeitgeber und dem einzelnen Arbeitnehmer. Zum Individualarbeitsrecht gehören zum Beispiel:

  • der Abschluss und Inhalt des Arbeitsvertrags,
  • die Arbeitspflichten des Arbeitnehmers (sog. Arbeitnehmerpflichten),
  • die Lohnzahlungspflicht des Arbeitgebers,
  • der Urlaubsanspruch des Arbeitnehmers,
  • die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall (siehe Krankheit),
  • die Arbeitszeiten
  • die Befristung des Arbeitsvertrags (sog. befristeter Arbeitsvertrag)
  • der Jugendarbeitsschutz
  • das Kündigungsrecht.

Abgrenzung zum Kollektivarbeitsrecht 

Das Individualarbeitsrecht grenzt sich somit zum Kollektivarbeitsrecht ab, das die rechtlichen Beziehungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgeber sowie zwischen Betriebsräten und Arbeitgebern regelt. Hier sind in erster Linie auf der betrieblichen Ebene das Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) mit der Wahlordnung und das Sprecherausschussgesetz und auf der Ebene der Tarifvertragsparteien das Tarifvertragsgesetz (TVG) zu nennen.