Arbeitsrecht - einfach erklärt

Was wird im Arbeitsrecht geregelt?

Das Arbeitsrecht dient dem Arbeitnehmerschutz und regelt die Rechtsbeziehungen zwischen Arbeitgebern und deren Beschäftigten. Es umfasst alle Gesetze, Verordnungen und sonstige verbindliche Bestimmungen zur unselbstständigen, abhängigen Erwerbsarbeit.

Rechtsquellen, die Regelungen zum Arbeitsrecht enthalten, sind unter anderem:

  • Europarecht (EG-Vertrag, EG-Richtlinien, EG-Verordnungen): Beispiele: Freizügigkeit der Arbeitnehmer (Art. 39ff EG-Vertr.), gleiches Entgelt für Männer (Art. 141 EG-Vertr.).
  • Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland (GG): Beispiele: Persönlichkeitsrechte (Art. 2 Abs. 1 GG), Koalitionsfreiheit (Art. 9 Abs. 3 GG), Berufsfreiheit (Art. 12 GG).
  • Sonstige Bundesgesetze: Beispiele: Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG), Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG).
  • Rechtsverordnungen: Beispiele: Wahlordnung (WO), Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV).
  • Flächen- und Firmentarifverträge (geregelt im TVG)
  • Betriebsvereinbarungen (geregelt in §§ 77, 88 BetrVG)
  • Arbeitsverträge

Das Arbeitsrecht ist dabei in zwei Rechtsgebiete unterteilt: Das Individualarbeitsrecht und das kollektive Arbeitsrecht.

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Irrtümer im Arbeitsrecht

Beim Thema Arbeitsrecht kursieren viele immer wiederkehrende Irrtümer. Um Licht ins Dunkel zu bringen, haben wir eine Videoserie kreiert, die die meisten fatalen Irrtümer des Arbeitsrechts aufdeckt:

Irrtümer die unser Experte hierbei aufdeckt sind:

- Der Kündigungsschutz gilt für alle Arbeitnehmer
- Der Kündigungsschutz gilt nach der Probezeit
- Eine Kündigung ist auch per E-Mail möglich
- Eine verhaltensbedingte ist erst nach drei Abmahnungen möglich
- Abmahnungen sind zwei Jahre gültig
- Bei jeder Kündigung wird eine Abfindung ausbezahlt
- Abfindungen werden auf das Arbeitslosengeld angerechnet
- Urlaub verfällt automatisch am 31. März des Folgejahres
- Urlaub kann man sich auszahlen lassen
- Keine Rückmeldung gilt als Urlaubsgenehmigung 
- Arbeit während dem Urlaub ist verboten
- Eine Krankmeldung muss spätestens am 3. Fehltag vorgelegt werden
- Lohnfortzahlung sofort mit Beginn des Arbeitsverhältnisses 
- Krankmeldung im Urlaub ist überflüssig
- Eine 48-Stunden-Woche ist die maximale Arbeitszeit
- Auf Pausen darf verzichtet werden
- Überstunden werden immer vergütet
- Überstunden verfallen zum Jahreswechsel
- Bereitschaftsdienst wird immer bezahlt
- Vertrauensarbeitszeit ist erlaubt 
- Das Arbeitszeitgesetz gilt bei Führungskräften nicht
- Ein unterzeichneter Arbeitsvertrag ist gültig
- Arbeitsverträge sind nur in Schriftform gültig
- Arbeitsverträge dürfen nie schlechter als im Gesetz geregelt sein
- Befristungen dürfen maximal zwei Jahre lang sein
- Befristung ist bei erneuter Einstellung nicht erlaubt
- Eine Versetzung bedeutet gleichzeitig auch einen Ortswechel
- Eine Versetzung bedeutet immer einen längeren Zeitraum
- Ein Betriebsübergang betrifft immer den ganzen Betrieb
- Bei einem Betriebsübergang werden Anteile ge- bzw. verkauft
- Ein Betriebsübergang bedeutet gleich auch eine Betriebsänderung
- Bei einem Betriebsübergang gelten alle Rechte wie bisher
- Bei einem Betriebsübergang gelten alle Rechte nur noch ein Jahr
- Keine Information zum Betriebsübergang bedeutet ein unbefristetes 
  Widerspruchsrecht
- Bei einem Widerspruch zum Betriebsübergang bleibt alles wie gehabt