Warum Betriebsrat?

Warum sollten gerade Sie als Betriebsrat kandidieren? Und warum ist ein Betriebsrat so wichtig?

In diesem Artikel finden Sie Antworten auf diese und weitere Fragen. Eins ist sicher: Betriebsrat werden lohnt sich!

Warum sollte man einen Betriebsrat gründen?

Warum sollte ich Betriebsrat werden?

1. Der Betriebsrat ist Interessenvertretung

Der Betriebsrat vertritt die Gesamtheit der Interessen der Arbeitnehmer im Betrieb. Dafür ist er vom Gesetz mit speziellen Rechten ausgestattet und steht unter einem besonderen Schutz (z.B. Kündigungsschutz). So hat er viel mehr Möglichkeiten, die Angelegenheiten der Belegschaft gegenüber dem Arbeitgeber zu vertreten und seine Ziele auch tatsächlich zu erreichen, als ein einzelner Arbeitnehmer.

2. Der Betriebsrat schützt den Arbeitnehmer

Außerdem kann der Betriebsrat im Rahmen seiner Befugnisse die Mitarbeiter vor willkürlichen Unternehmerentscheidungen schützen.

3. Der Betriebsrat sichert Sozialstandards

Betriebsratsarbeit sichert die Einhaltung der Arbeitnehmerrechte und der Sozialstandards. Damit leistet sie einen erheblichen Beitrag zum sozialen Frieden in Betrieben und einer funktionierenden, florierenden Wirtschaft.

Also: Von Ihrem Recht, eine Arbeitnehmervertretung zu gründen, sollten Sie deshalb auf jeden Fall Gebrauch machen! 

Wie gründet man einen Betriebsrat?

Warum sollte ich als Betriebsrat kandidieren?

1. Wertschätzung

Wer sein Amt engagiert ausführt, kann sich der Wertschätzung seiner Kollegen sicher sein. Natürlich geht mit dem Amt des Betriebsrats auch eine Menge Arbeit und Verantwortung einher. Sie sind an der Lösung wichtiger betrieblicher Fragen und Probleme beteiligt und vertreten die Interessen der Belegschaft gegenüber der Geschäftsleitung. Dieser Einsatz lohnt sich!

Warum soll ich Betriebsrat werden?

2. Persönliche Weiterentwicklung

Darüber hinaus bietet Ihnen die Betriebsratsarbeit auch die Möglichkeit sich persönlich weiterzuentwickeln. Dabei können Sie Ihr Organisationsvermögen verbessern, Ihr Argumentationstalent entfalten, Ihre Kommunikationsfähigkeit trainieren und Ihre Konfliktlösungskompetenz steigern. Diese Fertigkeiten kommen Ihnen nicht zur bei Ihrer täglichen Arbeit als Betriebsrat, sondern auch ihn Ihrem beruflichen Alltag und Ihrem Privatleben zu Gute. 

3. Informationsvorsprung

Des Weiteren sind Sie stets über die betrieblichen Zusammenhänge und Abläufe in Ihrer Firma informiert und können aktiv an deren Gestaltung mitwirken! 

Betriebsrat werden kann jeder!

Prädestiniert für das Amt sind Sie, wenn Sie sich für Ihren Betrieb und seine Arbeitnehmer interessieren und sich dafür engagieren möchten.

Sie brauchen hierbei keine Spezialkenntnisse und keinen bestimmten Berufsstand. Der Betriebsrat soll ein Spiegelbild der Belegschaft des jeweiligen Betriebes sein und möglichst viele Berufsgruppen repräsentieren.
Der Gesetzgeber möchte Sie für Ihr Amt stärken und gewährt Ihnen die Unterstützung, die Sie brauchen, um Ihr Amt erfolgreich auszuüben. So haben Sie z.B. Anspruch auf Freistellung von der Arbeit und auf Schulungen, um sich das erforderliche Wissen anzueignen.

Wozu dient ein Betriebsrat? 

In einem Arbeitsvertrag ist der Arbeitnehmer stets der schwächere Vertragspartner gegenüber dem Arbeitgeber. So ist der Arbeitnehmer wirtschaftlich und persönlich von seinem Arbeitgeber abhängig. Auch die Arbeitnehmerschutzgesetze kommen hierbei oftmals in zu geringem Ausmaß zur Geltung, da sie der einzelne Arbeitnehmer häufig zu wenig kennt oder sich nicht traut diese gegenüber dem Arbeitgeber einzufordern.

Der Betriebsrat kann dabei die Interessen der Belegschaft gegenüber dem Arbeitgeber besser durchsetzen als der einzelne Arbeitnehmer. Er ist ein unabhängiger und gleichberechtigter Gegenspieler des Arbeitgebers auf der betrieblichen Ebene. Das Regelwerk der Beteiligungsrechte und der Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeber ist das Betriebsverfassungsrecht. Die Absicht des Gesetzgebers war es hierbei die Entscheidungen über die Arbeitsbedingungen und die personelle Zusammensetzung des Betriebs dem Arbeitgeber nicht allein zu überlassen. 

Der Betriebsrat vertritt in diesem Zug die Interessen aller Arbeitnehmer gegenüber dem Arbeitgeber. Ausgenommen hiervon sind jedoch die leitenden Angestellten (§ 5 BetrVG). Damit er diese Aufgabe wirksam wahrnehmen kann, nimmt der Betriebsrat Einfluss auf die Entscheidungen des Arbeitgebers im Sinne der Interessen der Belegschaft auf der Grundlage der gesetzlich festgelegten Mitwirkungs- und Mitbestimmungsrechten. Die Beteiligungsrechte reichen von der umfassenden Unterrichtung über die Anhörung und Beratung des Betriebsrats bis zur Mitbestimmung bei sozialen (§ 87 BetrVG), personellen (§§ 92 bis 105 BetrVG) und wirtschaftlichen Angelegenheiten (§§ 106 bis 113 BetrVG). 

Worum kümmert sich ein Betriebsrat?

  • Der Betriebsrat kann und muss die Verschlechterungen der Situation der Beschäftigten abwehren.
  • Er kann sich bei Versetzung, Abmahnung, Kündigung usw. für die Belegschaft einsetzen.
  • Der Betriebsrat bestimmt u. a. bei Ein- und Umgruppierungen, bei Lohn- und Gehalt, bei der Festlegung von Leistungslohn und -gehalt, bei der Zahlung von Zulagen und der Vergütung von Überstunden mit.
  • Der Betriebsrat hat darüber zu wachen, dass die Gesetze, Verordnungen, Unfallverhütungsvorschriften, Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen eingehalten werden.
  • Der Betriebsrat kann Maßnahmen, die der Belegschaft dienen, beim Arbeitgeber beantragen.
  • Er hat die Aufgabe, die Belange besonders schutzbedürftiger Personen (z.B. Schwerbehinderte), der Jugendlichen, der älteren Arbeitnehmer und der ausländischen Arbeitnehmer beim Arbeitgeber zu vertreten.
  • Er kann die Regelung der Arbeitszeit mit dem Arbeitgeber festlegen.
  • Er kann bei der Urlaubsplanung mitbestimmen.
  • Er hat die Aufgabe, die Durchsetzung der tatsächlichen Gleichberechtigung von Frauen und Männern, insbesondere bei der Einstellung, Beschäftigung, Aus-, Fort- und Weiterbildung und dem beruflichen Aufstieg zu garantieren

Mehr zu Aufgaben, Rechten und Pflichten des Betriebsrats erfahren

Welche Vorteile bringt ein Betriebsrat?

Die Gründung eines Betriebsrats ist wichtig und bringt viele Vorteile mit sich – nicht nur für die Arbeitnehmer. Auch Arbeitgeber können von einem guten Betriebsrat profitieren, denn er ist das Sprachrohr seiner Angestellten. So bekommt er bei einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit einem engagierten Betriebsrat auch motiviertere Mitarbeiter. 

Die meisten Vorteile bringt der Betriebsrat jedoch für die Beschäftigten des Betriebs. Denn er stellt sicher, dass bei wichtigen Entscheidungen auch die Interessen der Belegschaft, die er vertritt, berücksichtigt werden. Dabei werden die Beschäftigten stets durch Befragungen und Betriebsversammlungen beteiligt, während für Fragen oder Beschwerden Sprechstunden angeboten werden. So bündelt der Betriebsrat die Ideen und Interessen der Arbeitnehmer. 

Darüber hinaus kann der Betriebsrat auch eigene Ideen entwickeln und dadurch an der Gestaltung der betrieblichen Ordnung teilhaben. Die betriebliche Mitbestimmung ist hierbei besonders wichtig, da ein Arbeitgeber bei seinen unternehmerischen Entscheidungen die Belange der Belegschaft schnell aus den Augen verlieren kann. Ein Betriebsrat kann hierbei dafür sorgen, dass die Interessen der Arbeitnehmer stets gewahrt werden.

Außerdem nutzen Betriebsräte auch der auch der Wirtschaftlichkeit eines Betriebs. So sind Betriebe mit einem Betriebsrat oftmals produktiver und innovativer, haben eine geringere Fluktuation sowie eine familienfreundlichere Personalpolitik. Auch hinsichtlich wirtschaftlicher Konsequenzen zeigt eine Vielzahl von Studien, in Abhängigkeit der betrieblichen Rahmenbedingungen, ein positives Bild der Effekte betrieblicher Mitbestimmung. Die Erklärung hierfür ist, dass Betriebsräte für ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen der Belegschaft und dem Management sorgen können. Aufgrund dessen kann die Personalpolitik besser auf die Wünsche der Arbeitnehmer eingehen. Steht eine Flexibilisierung oder betriebliche Umstrukturierung an, bildet der Betriebsrat einen Puffer zwischen den Arbeitnehmern und der Geschäftsführung.

Weitere Zusammenhänge, die im Rahmen von Studien untersucht wurden sind: 

Löhne

Die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern fallen in Betrieben mit einem Betriebsrat in der Regel niedriger aus. Darüber hinaus verringert sich die Lohnungleichheit zwischen qualifizierten und weniger qualifizierten Arbeitnehmern. Bei vorübergehenden Schocks, wie beispielsweise einer kurzzeitigen Auftragsflaute, können Arbeitnehmervertreter die Löhne stabil halten. Hält der Schock länger an, ermöglichen sie Lohnanpassungen, um Entlassungen zu verhindern oder dem Aus für den Betrieb entgegenzuwirken. 

Beschäftigung

Die betriebliche Mitbestimmung geht regelmäßig mit einer geringeren Personalfluktuation einher. Dies gilt besonders für Betriebe mit einer Tarifbindung. Werden Verteilungskonflikte auf der betrieblichen Ebene reduziert komm dies auch der Belegschaft zu Gute. Bei besseren Arbeitsbedingungen verringert sich dementsprechend auch der Anreiz den Betrieb zu verlassen. Auch erleichtert das Bestehen eines Betriebsrats die Besetzung offener Stellen im Betrieb. 

Familienfreundlichkeit

Arbeitnehmervertreter wirken sich positiv auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf aus. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn ein Betrieb einen hohen Frauenanteil aufweist. Einzelne Arbeitnehmer sind häufig zurückhaltend, wenn es darum geht ihr Interesse an einer familienfreundlicheren Personalpolitik zu äußern, da der Arbeitgeber ihren Wunsch hiernach negativ interpretieren und als Signal für besonders hohe familiäre Verpflichtungen ansehen könnte. Eine kollektive Interessenvertretung kann dieser Probleme mildern. 

Weiterbildung

Empirische Untersuchungen sprechen für einen positiven Einfluss von Betriebsräten auf betrieblich finanzierte Mitarbeiterschulungen. Besteht in einem Betrieb eine Arbeitnehmervertretung, steigert die Weiterbildung die Produktivität in einem stärkeren Ausmaß. Damit sich eine solche Maßnahme in einem betrieblichen Erfolg niederschlägt, müssen sich die Arbeitnehmer zusätzlich anstrengen. Dazu sind sie eher bereit, wenn es in einem Betrieb einen Betriebsrat gibt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass eine mit Mitbestimmungsrechten ausgestattete Interessenvertretung, die sich für die Belange der Beschäftigten einsetzt, die Motivation der Beschäftigten stärkt. Dadurch kann die Weiterbildung effektiver werden, wodurch die Betriebe auch einen größeren Anreiz zur Finanzierung dieser haben. 

Arbeitszeitmodelle

Sowohl Arbeitszeitkonten als auch Schichtarbeit sind in Betrieben mit einem Betriebsrat weit verbreitet. Dabei kann die Arbeitnehmervertretung dafür Sorge tragen, dass die Präferenzen der Beschäftigten bei der Ausgestaltung von Arbeitszeitmodellen stärker berücksichtigt werden. Dadurch kann die Akzeptanz der Mitarbeiter hinsichtlich solcher Modelle, die für sie größere Belastungen bedeuten, gesteigert werden, denn die Kooperationsbereitschaft der Beschäftigten hängt in der Regel davon ab, in welchen Umfang ihre Wünsche berücksichtigt werden. 

Leistungsanreize

Auch eine Leistungsentlohnung ist in Betrieben mit Betriebsrat wahrscheinlicher. Arbeitnehmer stimmen einer variablen Leistungsentlohnung eher zu, wenn sie auf eine Berechnung der Leistungsentgelte nach nachvollziehbaren Kriterien vertrauen können und wenn sie der Meinung sind, dass das Management die Leistungsstandards auch in Zukunft nicht unangemessen anheben wird. 

Investitionen

Betriebsräte haben auf Investitionen im Allgemeinen keinen direkten Einfluss. Anders sieht es jedoch hinsichtlich Ausgaben für die Umwelt aus. Bei der Einführung umweltfreundlicherer Produktionsverfahren, Investitionen in nachgeschaltete Technologien, Entsorgung, Recycling und der Mitarbeiterschulung für ein umweltbewussteres Verhalten wirken sich Arbeitnehmervertretungen durchweg positiv aus. Forscher erklären dies dadurch, dass die Beschäftigten an der Verringerung lokaler Umweltbelastungen interessiert sind, da diese direkt ihren Arbeitsplatz oder ihren in der Nähe lebenden Familien treffen. Durch die Bündelung der Interessen trägt der Betriebsrat auch zum betrieblichen Umweltschutz bei.  

Innovationen

Zwar können Betriebsräte in der Regel keinen Einfluss auf die Entwicklung völlig neuer Produkte nehmen, jedoch besteht eine positive Beziehung zwischen der Einführung von Nachfolge oder funktional verbesserten Produkten und der betrieblichen Mitbestimmung. Der Grund hierfür ist, dass Informationen, die Arbeitnehmer und ihre Repräsentanten dem Management zur Verfügung stellen, auch für bessere Produkte sorgen können.

Produktivität

Betriebsräte können einen positiven Effekt auf die betriebliche Leistungsfähigkeit haben. So entstehen Betriebsräte beispielsweise häufiger, wenn sich ein Betrieb bereits in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befindet. 

Welche Vorteile habe ich als Betriebsrat?

Welche Nachteile habe ich als Betriebsrat?

Wie werde ich Betriebsrat?

Nicht in jedem Unternehmen kann ein Betriebsrat gegründet werden. Das Betriebsverfassungsrecht schreibt direkt zu Anfang zwei personelle Voraussetzungen vor: So muss der Betrieb mindestens fünf ständig und wahlberechtigte Mitarbeiter beschäftigten, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. Mindestens drei von ihnen müssen dabei für den Betriebsrat wählbar sein. 

Als ständige Mitarbeiter eines Betriebs gelten alle abhängig beschäftigten Arbeiter und Angestellten, die für den Arbeitgeber tätig sind. Der jeweilige Einsatzort spielt keine Rolle, solange es sich um Mitarbeiter handelt, die fest in die Betriebsorganisation eingebunden sind. So müssen sowohl Außerdienstmitarbeiter, „Springer“ und Mitarbeiter im Home Office sowie volljährige Auszubildende bei der Berechnung berücksichtig werden. Auch Befristungen der Beschäftigung spielen insoweit keine Rolle, sofern die notwendige Arbeitsaufgabe ständig vorhanden ist (LAG Berlin, Beschluss vom 6.12.1989, Az.: 2 TaBV 6/89).

Bevor ein Betriebsrat gegründet werden kann, wird zunächst ein Wahlvorstand benötigt, der sich um die Durchführung der Wahl kümmert. Dieser wird, sofern vorhanden, vom bereits bestehenden Betriebszeit, dessen Amtszeit ausläuft, bestellt. Besteht in einem Betrieb noch kein Betriebsrat kann von mindestens drei wahlberechtigten Arbeitnehmern oder einer im Betrieb vertretenen Gewerkschaft zur Betriebsversammlung eingeladen werden, auf der die teilnehmenden Arbeitnehmer den Wahlvorstand wählen, der sodann den Betriebsrat gründen wird. 

Für den Betriebsrat kandidieren, darf nach § 8 Abs. 1 BetrVG jeder Arbeitnehmer, der seit mindestens sechs Monaten im Betrieb oder einer Zweigstelle desselben Unternehmens oder Konzerns angestellt ist. Maßgebend ist für die sechsmonatige Betriebszugehörigkeit ist dabei der Tag der Stimmabgabe. Erfolgt die Abgabe der Stimmen an mehreren Tagen, zählt der letzte Tag der Stimmabgabe. Dabei dürfen Fehlzeiten, die sich über weniger als zwei Monate erstreckt haben, beispielsweise aufgrund von Urlaub, Krankheit oder Arbeitskampf den jeweiligen Arbeitnehmer jedoch nicht benachteiligen. Hat der Arbeitnehmer die sechs Monatsmarke erreicht, dürfen ihn künftige Fehlzeiten, auch wenn sie die Dauer von zwei Monaten übersteigen, ebenfalls nicht benachteiligen. In Betrieben, die neu gegründet wurden und selbst noch nicht seit sechs Monaten bestehen, ist die Zugehörigkeit zum Betrieb ausreichend dafür, dass der Arbeitnehmer das passive Wahlrecht erhält.

Wählbar sind darüber hinaus auch:

  • Auszubildende 
  • Heimarbeiter
  • Arbeitnehmer, die sich im Mutterschutz bzw der Erziehungszeit befinden
  • Teilzeitkräfte 

Vom passiven Wahlrecht ausgenommen sind dagegen Leiharbeiter und leitende Angestellte sowie Arbeitnehmer, die ihr Recht auf die Ausübung eines öffentlichen Amtes durch das rechtskräftige Verlieren eines Strafverfahrens verloren haben.