Konjunkturpaket II: Förderung für Weiterbildungen werden aufgestockt

 

Mit der Förderung von Qualifizierung während der Kurzarbeit unterstützt die Bundesregierung Unternehmen darin, die konjunkturelle Krise für die berufliche Weiterbildung zu nutzen. Das heißt: Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt einen Teil der Weiterbildungskosten während der Kurzarbeit sowie die gesamten Sozialversicherungsbeiträge, die auf das Kurzarbeitergeld entfallen.

Neben den Unternehmen profitiert jede einzelne Arbeitnehmerin und jeder einzelne Arbeitnehmer von der Qualifizierung während der Kurzarbeit. Sie erhalten die Chance, gestärkt aus der Krise hervorzugehen, wenn sie in der entfallenen Arbeitszeit an Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen. Sie erwerben Zusatzqualifikationen, die ihre persönlichen Aufstiegschancen erhöhen, und verbessern dadurch gezielt ihre Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt. Die geförderten Maßnahmen reichen von Computer- über Fachenglischkursen bis hin zum Erwerb eines Gabelstaplerscheins.

Mit zusätzlich durch die Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung gestellten Mitteln werden bis Ende 2010 gering qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ohne Berufsabschluss ebenso gefördert wie Beschäftigte, die bereits mehr als vier Jahre eine Tätigkeit ausüben, für die sie keinen Berufsabschluss haben. Diesen können sie in der Weiterbildung erwerben oder sich dafür teilqualifizieren lassen. Die Agentur für Arbeit erstattet dabei die kompletten Lehrgangskosten und bezuschusst Fahrt- und Kinderbetreuungskosten.

Aber auch qualifizierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die in ihrem gelernten Beruf arbeiten, erhalten Fortbildungen, in denen sie berufsbezogenes Wissen erlernen. Sie haben zudem die Möglichkeit, Qualifikationen zu erwerben, die sie auch in anderen Berufsfeldern auf dem Arbeitsmarkt einsetzen können, so beispielsweise Fremdsprachenkenntnisse.
Die Agentur für Arbeit erstattet aus den zusätzlich aus dem Europäischen Sozialfonds zur Verfügung gestellten Mitteln 25 bis 80 Prozent der Lehrgangskosten - abhängig von der Art der Qualifizierung, der Betriebsgröße und der Personengruppe.

 

Weiterbildung für Beschäftigte, die nicht kurzarbeiten

Konjunkturprogramm II: Bestehende Programme werden ausgeweitet

Weiterbildung rechnet sich aber nicht nur während der Kurzarbeit. Die Qualifizierung ist auch für Beschäftigte möglich, die in nicht von Kurzarbeit betroffenen Bereichen eines Unternehmens arbeiten. Durch die Qualifizierung werden berufliche Kompetenzen verbessert und die Beschäftigungsfähigkeit erhöht. Die Bundesagentur für Arbeit bietet daher zahlreiche Förderprogramme auch außerhalb der Kurzarbeit an. Im Zuge des Konjunkturpakets II wurden bestehende Programme zur Qualifikation ausgeweitet, um möglichst vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern Qualifizierungschancen zu eröffnen.

So hat die Bundesregierung das Programm WeGebAU, das bisher der Weiterbildung von gering qualifizierten und älteren Arbeitnehmern diente, für alle Beschäftigten geöffnet, deren Aus- oder Weiterbildung länger als vier Jahre zurückliegt.

Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt dabei die vollen Kosten der Weiterbildung und beteiligt sich bei gering qualifizierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern auch an den Lohnkosten. Somit ist WeGebAU, ähnlich wie die Kurzarbeit, geeignet, Lohnkosten vorübergehend zu senken und gleichzeitig Beschäftigte für spätere Aufgaben zu qualifizieren. Mit WeGebAU soll Entlassungen durch den Erwerb arbeitsmarktnaher Kenntnisse vorgebeugt werden. Denn gerade in schwierigen Zeiten sind gering qualifizierte, ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfahrungsgemäß als erste betroffen, wenn es zu Personalabbau kommt. Hier hilft rechtzeitige Qualifizierung, bevor Kurzarbeit oder gar Entlassung droht.

 

Checklisten zur Kurzarbeit

 

 

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